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August
2026

Die neue Rolle der IT - Fsas Summit 2026

IT neu denken: Zwischen intelligenter Automatisierung unddigitaler Souveränität

Die IT, wie wir sie heute kennen, steht an einem Wendepunkt. Infrastrukturen werden intelligenter, Systeme übernehmen immer mehr operative Entscheidungen und die Frage nach Kontrolle über Daten, Plattformen und kritische Prozesse wird zur strategischen Unternehmensfrage.

Zwei Sessions des Fsas Technologies Summit 2026 greifen genau diese Entwicklung auf: Christian Schulte blickt in seiner Keynote an die Grenzen unseres bisherigen IT-Verständnisses. Philipp Proebster und David Weyand zeigen in ihrer Breakout Session, wie Organisationen ihre digitale Eigenständigkeit konkret stärken können. Zusammen entsteht ein relevantes Bild für IT-Architekten, Entscheider und Unternehmen: Die Zukunft der IT ist nicht nur technologisch – sie ist eine Frage von Verantwortung, Vertrauen und Gestaltungskraft.

Das Ende der IT, wie wir sie kennen

In seiner Keynote „The end of IT as we know it“ setzt Christian Schulte, Head of Consultative PreSales bei Fsas Technologies, seine Spurensuche rund um die IT-Wende fort. Der Blick richtet sich diesmal auf eine nahe Zukunft, in der sich die Grenzen klassischer IT zunehmend verschieben.

IT war lange vor allem ein Werkzeug: Anwendungen wurden betrieben, Daten gespeichert, Netzwerke verwaltet und Sicherheitsmechanismen eingerichtet. Doch mit künstlicher Intelligenz, hochautomatisierten Plattformen und neuen Infrastrukturmodellen verändert sich diese Rolle grundlegend. Systemeunterstützen nicht mehr nur Menschen bei ihren Aufgaben – sie bereiten Entscheidungen vor, erkennen Muster, steuern Ressourcen dynamisch und können Teile ihres eigenen Betriebs automatisieren.

Damit wird IT vom reinen Kosten- und Betriebsfaktor zu einer aktiven, mitgestaltenden Instanz im Unternehmen.

Diese Entwicklung eröffnet grosse Chancen:

  • Schnellere Entscheidungen durch datenbasierte Analysen
  • Höhere Verfügbarkeit durch automatisierte Überwachung und Selbstheilung
  • Effizientere Nutzung von Rechenleistung, Speicher und Netzwerkkapazität
  • Neue Geschäftsmodelle durch KI-gestützte Produkte und Prozesse
  • Weniger operative Belastung für interne IT-Teams

Gleichzeitig entstehen neue Fragen, die sich nicht allein mit Technologie beantworten lassen. Wer kontrolliert automatisierte Entscheidungen? Welche Daten fliessen in KI-Modelle ein? Wie transparent müssen Systeme sein, wenn sie geschäftskritische Prozesse beeinflussen? Und wie lässt sich Vertrauen schaffen, wenn IT-Landschaften immer komplexer und autonomer werden?

Zwischen Datenmacht, Energiebedarf und Sicherheit

Die technologische Dynamik hat eine physische undstrategische Kehrseite. Mehr Rechenleistung, grössere Datenmengen und KI-intensive Anwendungen erhöhen den Bedarf an Infrastruktur und Energie. Unternehmen müssen daher nicht nur prüfen, was technologisch möglich ist, sondern auch, was langfristig verantwortbar, wirtschaftlich und sicher betreibbar bleibt.

Christian Schultes Keynote bewegt sich genau in diesem Spannungsfeld: Datenmacht trifft auf Energiehunger, Innovationsdruck auf Sicherheitsanforderungen und Automatisierung auf die Frage menschlicher Kontrolle.

Für Unternehmen bedeutet das: Eine moderne IT-Strategie braucht mehr als die Einführung neuer Technologien. Sie muss Architektur, Betrieb, Governance und Risiko als zusammenhängende Aufgabe betrachten.

Wichtige Leitfragen sind dabei:

  • Welche Entscheidungen dürfen Systeme automatisiert vorbereiten oder treffen?
  • Wo bleibt ein klar definierter menschlicher Kontrollpunkt erforderlich?
  • Welche Daten sind besonders schützenswert oder geschäftskritisch?
  • Wie lassen sich KI- und Automatisierungsplattformen transparent betreiben?
  • Welche Auswirkungen haben Wachstum und Skalierung auf Energieverbrauch und Kosten?
  • Wie bleibt die Infrastruktur widerstandsfähig gegen Ausfälle, Angriffe und Abhängigkeiten?

Der philosophische Kern der Keynote liegt in einer sehr praktischen Erkenntnis: Technologie nimmt Verantwortung nicht ab. Sie verändert lediglich, wo und wie Verantwortung wahrgenommen werden muss.

Von Abhängigkeitzu Eigenständigkeit

Während die Keynote den grossen technologischen Horizont öffnet, richtet die Breakout Session „Von der Abhängigkeit zur Eigenständigkeit: Der Weg zur souveränen IT“ den Fokus auf eine zentrale Handlungsfrage: Wie können Organisationen ihre digitale Selbstbestimmung stärken?

Digitale Abhängigkeit ist heute in vielen Formen präsent. Sie kann durch einzelne Cloud-Anbieter, proprietäre Plattformen, schwer migrierbare Datenbestände, komplexe Lizenzmodelle oder fehlendes internes Know-how entstehen. Nicht jede Abhängigkeit ist grundsätzlich problematisch. Kritisch wird sie, wenn Unternehmen keine realistische Wahlmöglichkeit mehr haben, Risiken nicht steuern können oder die Kontrolle über geschäftskritische Daten und Prozesse verlieren.

Philipp Proebster, Strategy Lead & Evangelist bei FsasTechnologies, und David Weyand, Cloud Native Evangelist bei SUSE, setzen mit ihrer Session deshalb auf konkrete Strategien statt auf abstrakte Forderungen. Souveräne IT bedeutet nicht, jede Technologie selbst zu entwickeln oder jede externe Leistung abzulehnen. Es bedeutet, bewusst entscheiden zu können.

Digitale Souveränität umfasst insbesondere:

  • Die Kontrolle über kritische Daten, Identitäten und Zugriffsrechte
  • Die Fähigkeit, Anwendungen und Workloads bei Bedarf zu migrieren
  • Offene, dokumentierte Schnittstellen statt vermeidbarer Lock-in-Effekte
  • Transparente Betriebs- und Sicherheitsmodelle
  • Klar geregelte Verantwortlichkeiten zwischen Unternehmen und Dienstleistern
  • Kompetenzen, um technologische Entscheidungen fundiert treffen zu könne

Souveränität ist eine Architekturentscheidung

Der Weg zu mehr Eigenständigkeit beginnt nicht zwingend mit einem vollständigen Plattformwechsel. Häufig beginnt er mit Transparenz: Welche Anwendungen sind geschäftskritisch? Wo liegen die Daten? Welche technischen, vertraglichen oder organisatorischen Abhängigkeiten bestehen? Welche Komponenten könnten im Störungsfall nicht kurzfristig ersetzt werden?

Auf dieser Basis können Unternehmen ihre Zielarchitekturschrittweise weiterentwickeln. Cloud-native Technologien, containerisierte Anwendungen, Automatisierung und offene Plattformen können dabei helfen, Portabilität und Betriebsfähigkeit zu verbessern. Entscheidend ist jedoch, dass die Architektur zur eigenen Risikobereitschaft, den regulatorischen Anforderungen und den vorhandenen Fähigkeiten passt.

Ein praxisnaher Weg kann so aussehen:

  1. Kritische Anwendungen, Daten und Abhängigkeiten erfassen
  2. Datenklassifikation, Zugriffsmodelle und Sicherheitsvorgaben vereinheitlichen
  3. Plattformen auf Offenheit, Integrationsfähigkeit und Migrationsoptionen prüfen
  4. Betriebsmodelle definieren: Public Cloud, Private Cloud, On-Premises oder Hybrid
  5. Automatisierung gezielt einsetzen und klare Kontrollmechanismen etablieren
  6. Wissen im Unternehmen aufbauen und externe Partner bewusst in die Governance einbinden

Gerade in der Schweiz und in stark regulierten Branchengewinnt dieser Ansatz zusätzlich an Bedeutung. Datenstandort, Datenschutz,Verfügbarkeit und Nachvollziehbarkeit sind keine Nebenaspekte. Sie beeinflussenunmittelbar Vertrauen, Compliance und die langfristige Handlungsfähigkeit einesUnternehmens.

Die Rolle von BWO Systems AG

Bei BWO Systems AG verstehen wir moderne IT nicht als Sammlung einzelner Produkte. Zukunftsfähige IT entsteht dort, wo Infrastruktur, Cloud, Security, Netzwerk und Betriebsprozesse sinnvoll zusammenspielen.

Das bedeutet: Wir unterstützen Unternehmen dabei, technologische Innovation nutzbar zu machen, ohne die Kontrolle aus der Hand zugeben. Ob sichere Hybrid-Cloud-Architektur, leistungsfähige Netzwerkbasis, moderne Cybersecurity oder die Integration intelligenter Automatisierung –entscheidend ist immer die passende Balance zwischen Flexibilität, Schutz und Eigenständigkeit.

Die Fragen aus den beiden Summit-Sessions sind daherhochaktuell:

  • Wo wollen wir automatisieren – und wo braucht es bewusst menschliche Entscheidungen?
  • Welche Daten und Systeme müssen wir selbst kontrollieren können?
  • Wie vermeiden wir unnötige Abhängigkeiten, ohne Innovationsfähigkeit zu verlieren?
  • Wie schaffen wir eine Infrastruktur, die effizient, sicher und anpassbar bleibt?

Die Zukunft der IT wird nicht allein durch neue Technologien entschieden. Sie wird durch die Qualität der Entscheidungen bestimmt, die Unternehmen heute über ihre Daten, Plattformen und Verantwortlichkeiten treffen.

Die Aufzeichnungen mit Christian Schulte, Philipp Proebster und David Weyand liefern dazu wertvolle Impulse – technisch fundiert, strategisch relevant und bewusst provokativ. Sie machen deutlich: Die IT von morgen darf nicht nur leistungsfähiger sein. Sie muss auch vertrauenswürdig, verantwortungsvoll und souverän gestaltet werden.

Kontaktieren Sie uns – gemeinsam gestalten wir Ihre IT sicher, souverän und zukunftsfähig.

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